Stell dir vor, es gibt ein Cannabinoid, von dem selbst viele erfahrene Kiffer noch nie gehört haben. THCM – klingt fast wie ein Tippfehler von THC, oder? Doch dahinter steckt tatsächlich ein mysteriöses Cannabinoid, um das sich einige Fragen und Gerüchte ranken. In der Welt des Weeds tauchen ständig neue Substanzen mit kryptischen Abkürzungen auf – von Delta-8-THC über THCP bis HHC. Jetzt sorgt THCM für Neugier. Was hat es damit auf sich? Macht es dich extra high? Ist es legal, natürlich, gefährlich? Dieser Artikel liefert dir einen umfassenden, locker erklärten Überblick zu THCM – Tetrahydrocannabinol-Monomethylether, und beantwortet alle brennenden Fragen rund um dieses sagenumwobene Cannabinoid. Lehne dich zurück, zünde dir vielleicht einen an, und lass uns das Rätsel THCM gemeinsam aufdröseln!

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Was ist THCM eigentlich?

THCM steht für Tetrahydrocannabinol-Monomethylether – ein ziemlicher Zungenbrecher. Einfacher gesagt: Es handelt sich um eine Variante des bekannten THC, bei der chemisch ein „Methyl“-Molekül zusätzlich dranhängt​. Dieses zusätzliche -OCH (also ein Methylether) macht THCM zu einem eigenen, extrem seltenen Cannabinoid. Ja, du hast richtig gelesen: THCM existiert wirklich als Cannabinoid​. Es ist keinScience-Fiction und auch kein reiner Marketingbegriff – zumindest theoretisch.Allerdings musst du schon ein echter Cannabis-Nerd sein, um von THCM gehört zu haben. Es taucht in keinem normalen Weed-Strain einfach so auf, und es ist definitiv nicht das nächste CBD oder der neue Trend-Wirkstoff, der in jedem Headshop steht.

THCM gilt als “Einhorn” unter den Cannabinoiden: Es wird zwar in wissenschaftlichen Kreisen erwähnt, ist aber so gut wie nicht greifbar für Konsumenten. Man kann also sagen, THCM ist ein echtes Mysterium in der Cannabispflanze.Fun Fact: Lass dich nicht verwirren – THCM wird zufällig auch als Kürzel in der Medizin verwendet, aber in einem ganz anderen Zusammenhang. Ein Labor-Test namens “THCM” dient dazu, bei Neugeborenen über deren ersten Stuhl (Mekonium) einen möglichen Cannabis-Konsum der Mutter nachzuweisen​. Dabei steht THCM nicht für unser Cannabinoid, sondern für einen THC-Abbauprodukt-Test. Mit dem THCM-Cannabinoid an sich hat das nichts zu tun – gleiche Abkürzung, völlig unterschiedliche Welt.

Wann und wie wurde THCM entdeckt?

Die Entdeckung von THCM liest sich fast wie ein wissenschaftliches Kuriosum. Zum ersten Mal identifiziert wurde THCM bereits 1977 – und zwar nicht in der frischen Pflanze, sondern im Cannabis-Rauch. Wissenschaftler untersuchten damals das Kondensat von Marihuana-Rauch (sozusagen das Teer-/Harz-Gemisch aus dem Rauch) und stießen dabei auf Spuren eines unbekannten Stoffes. Dieser entpuppte sich als THC-Monomethylether (THCM). Seitdem weiß man: Wenn man Cannabis verbrennt, entsteht in winzigen Mengen dieses exotische Nebenprodukt.Stell dir vor, du rauchst einen Joint – neben dem üblichen THC, das dich high macht, schwirrt irgendwo in dem ganzen Rauchgemisch auch eine Prise THCM herum. Aber keine Sorge, das passiert nur in Mini-Spuren. THCM ist also offenbar ein Nebenprodukt von THC beim Verbrennungsprozess. Interessanterweise wurde THCM seit 1977 kaum weiter erforscht.

Es war lange mehr eine chemische Fußnote als ein heißes Forschungsfeld. Kein Wunder: Man ging davon aus, dass THCM keine berauschende Wirkunghat und daher wissenschaftlich nicht besonders spannend sei. In den Jahrzehnten danach lag THCM daher weitgehend unter dem Radar.Erst in jüngerer Zeit, wo das Interesse an alternativen Cannabinoiden explodiert ist, rückte auch THCM wieder in den Fokus. Plötzlich wollen einige Enthusiasten und Firmen wissen: Lässt sich da vielleicht doch irgendetwas herausholen? Schließlich hat man in letzter Zeit zahlreiche neue Cannabinoide identifiziert – warum also nicht dieses ominöse THCM genauer beleuchten?

Kommt THCM in der Cannabispflanze natürlich vor?

Gibt es THCM von Natur aus in der grünen Hanfpflanze? Die ehrliche Antwort: Bislang wurde THCM in frischem Cannabis nicht nachgewiesen. Im Klartext: Wenn du eine Cannabisblüte analysierst, findest du THC, CBD und zig andere Cannabinoide – aber kein THCM, zumindest nach aktuellem Wissensstand. Das macht THCM so außergewöhnlich. THCM entsteht offenbar erst, wenn THC “gestresst” wird, zum Beispiel durch hohe Temperaturen beim Rauchen oder beim chemischen Abbau.Wissenschaftler sind sich noch nicht sicher, wie genau THCM entsteht. Zwei Theorien stehen im Raum​:

  • THC-Abbauprodukt: Möglicherweise ist THCM ein Metabolit von THC, also ein Abbau- oder Umwandlungsprodukt. So ähnlich wie THC zu CBN abbaut, könnte THC zu THCM reagieren – etwa durch die Hitze beim Rauchen.
  • Natürliches Cannabinoid: Alternativ könnte THCM vielleicht doch von der Pflanze selbst gebildet werden, allerdings in verschwindend geringer Menge. Ein Vergleich: Bei CBD gibt es ein ähnliches Rätsel mit CBDM (CBD-Monomethylether). Man dachte zunächst, CBDM wäre nur ein Stoffwechselprodukt, doch dann fand man es tatsächlich als natürliches Cannabinoid in bestimmten Pflanzenproben​. Das lässt vermuten, dass auch THCM eventuell irgendwo in irgendeiner Cannabis-Landrasse schlummert – bisher hat man es nur noch nicht direktentdeckt​.

Foto von Tim Foster auf Unsplash

Aktuell gilt aber: THCM kennt man nur als Bestandteil von Cannabisrauch und eventuell als Abbauprodukt in bestimmten Flüssigkeiten. So gibt es Berichte, dass bei der Alterung oder Erhitzung von synthetischen CBD-Liquids ebenfalls Spuren von THCM entstehen können. In lebenden Cannabispflanzen konnte man THCM jedoch noch nie eindeutig isolieren. Sollte es irgendwo in der Pflanze vorkommen, dann unterhalb unserer bisherigen Nachweisgrenze – sprich ultra winzig.

Kann man THCM isolieren oder künstlich herstellen?

Wenn THCM so rar ist, kann man es dann im Labor herstellen? Die kurze Antwort: Noch nicht. Bisher ist es nicht gelungen, reines THCM aus Cannabis zu isolieren. Die gängigen chemischen Analyse- und Extraktionsmethoden stoßen hier an ihre Grenzen. Das Problem: THCM kommt nur in Mixen (z.B. Rauch) vor, und dort auch nur in homöopathischen Mengen. Selbst moderne Chromatographie-Geräte tun sich schwer, THCM sauber von anderen Substanzen zu trennen. Mit den aktuellen Methoden hat man keinen Weg gefunden, THCM als reines Isolat zu gewinnen.

Und synthetisch herstellen? Prinzipiell könnte man versuchen, THC chemisch so zu modifizieren, dass ein Methyl-Ether dran hängt. Allerdings sind solche Experimente bislang entweder erfolglos geblieben oder gar nicht erst ernsthaft angegangen worden​. In der wissenschaftlichen Literatur gibt es Berichte von gescheiterten Isolationsversuchen – THCM entwischt den Chemikern immer wieder. Es ist ein bisschen so, als wollte man einen Geist in der Flasche fangen.Warum ist das so schwierig?

Ein Grund ist sicher die geringe Menge: Du brauchst vermutlich kiloweise Material, um ein paar Milligramm THCM zu extrahieren. Außerdem ist denkbar, dass THCM instabil ist und schnell in etwas anderes zerfällt, bevor man es greifen kann. Zum Vergleich: Verwandte Verbindungen wie CBDM (CBD-Monomethylether) und CBGM (CBG-Monomethylether) hat man mittlerweile isoliert und bestätigt​. Bei THCM jedoch tappen die Forscher noch im Dunkeln über den Trick, wie es entsteht und wie man es sammeln kann.Fazit an dieser Stelle: Derzeit gibt es kein Fläschchen THCM im Laborregal, und auch keine einfache Synthese. THCM bleibt (vorerst) ein theoretisches Molekülgespenst, das man nur indirekt kennt.

Welche Wirkung hat THCM? Macht es high?

Kommen wir zur vielleicht spannendsten Frage: Macht THCM dich high? Immerhin klingt der Name nach einer Variation von THC, da liegt die Vermutung nahe, es könnte ähnliche Effekte haben. Die Wahrheit ist: Keiner weiß es sicher. Es gibt so gut wie keine Studien zu den Wirkungen von THCM am menschlichen Körper​. Das Wenige, was wir wissen, lässt eher darauf schließen, dass THCM keine nennenswerten psychoaktiven Effekte hat. Da es in so geringen Mengen im Rauch vorkommt, spürt man davon beim Kiffen definitiv nichts separat.Aber halt – im Internet kursieren auch andere Behauptungen. In einigen Blogs und Foren wird THCM als super-potentes Cannabinoid angepriesen, das angeblich ein intensiveres High als normales THC liefern soll​.

Manche berichten von einem klaren Kopf bei gleichzeitig stärkerer Euphorieund längerer Wirkdauer​. Das klingt natürlich verlockend: Ein Stoff, der dich vielleicht noch höher fliegen lässt als THC? Kein Wunder, dass das für Aufsehen sorgt.Bevor du jetzt jubelnd losrennst, um THCM zu suchen – diese Aussagen sind mit Vorsicht zu genießen. Es gibt keinerlei wissenschaftlichen Beleg dafür, dass THCM überhaupt psychoaktiv ist​. Die Leute, die solche Effekte schildern, könnten etwas ganz anderes konsumiert haben, da reines THCM praktisch nirgends verfügbar ist.

Möglicherweise wurden Produkte verkauft, die als "THCM" gelabelt waren, in Wahrheit aber einfach normales THC oder andere Cannabinoide enthielten, die das High verursachten​. Solange niemand THCM isoliert und in Reinform testet, bleibt das alles Spekulation.Der aktuelle wissenschaftliche Konsens tendiert eher zu: THCM macht nicht high – zumindest nicht in den Spuren, in denen es bisher vorkommt​.

Es wurde sogar explizit als “frei von psychoaktiver Wirkung”bezeichnet​. Sollte THCM doch einen Effekt haben, wäre der vermutlich milde oder ungewöhnlich, aber das wissen wir erst, wenn es jemand in vernünftiger Dosis ausprobiert (was bislang nicht passiert ist, soweit bekannt).Kurzum: Erwarte von THCM kein neues Rausch-Wunder. Falls du irgendwo gelesen hast, es sei stärker als THC – nimm das mit einer großen Prise Skepsis. Bis belastbare Daten vorliegen, bleibt THCM in Sachen High-Potenzial ein unbeschriebenes Blatt.

Hat THCM medizinische oder therapeutische Nutzen?

Da THCM so unerforscht ist, stellt sich die Frage: Könnte THCM medizinisch interessant sein? Könnte es zum Beispiel gegen Schmerzen helfen oder andere therapeutische Effekte besitzen wie manche Cannabinoide? Bisher gibt es keine Studien dazu, die irgendeine medizinische Wirkung von THCM belegen​. Einige optimistische Stimmen spekulieren, dass THCM ähnlich wie THC entzündungshemmend oder schmerzlinderndwirken könnte, weil es strukturell verwandt ist​. In der Theorie interagieren viele Cannabinoide mit unserem Endocannabinoid-System, was vielfältige Effekte haben kann. Anekdotische Berichte(also vereinzelte Nutzer, die glauben THCM probiert zu haben) schwärmen von Entspannung, Stressabbau und Euphorie​.

Aber hier ist äußerste Vorsicht geboten: Solche Aussagen sind nicht verifiziert. Wir wissen nicht einmal, ob diese Personen tatsächlich THCM konsumiert haben oder etwas anderes.Bislang wurde THCM vor allem als Marker verwendet, um Cannabis-Konsum in speziellen Fällen nachzuweisen (z.B. im erwähnten Neugeborenen-Test)​. Das heißt, in der Medizin taucht THCM eher als Indikator fürTHC auf, nicht als eigenständiges Therapeutikum. Kein Arzt verschreibt “THCM-Tropfen” und kein Pharmaunternehmen arbeitet – soweit bekannt – an einem THCM-Medikament. Dafür fehlt schlicht jedes Anzeichen, dass THCM besondere Vorteile hätte.

Natürlich gilt: In Zukunft könnte sich immer etwas ändern. Sollte es irgendwann gelingen, THCM in brauchbaren Mengen zu isolieren, könnten Forscher es anhand von Zellstudien oder Tierversuchen auf Wirkungen testen. Vielleicht entdeckt man ja überraschende Eigenschaften. Aber Stand jetzt: Kein nachgewiesener medizinischer Nutzen. Andere Cannabinoide wie CBD, THC selbst oder neue Kandidaten wie CBN, THCV, THCP etc. sind da wesentlich weiter erforscht und vielversprechender. THCM ist (noch) kein Teil des medizinischen Cannabis-Repertoires.

Wie unterscheidet sich THCM von THC?

Obwohl die Namen ähnlich klingen, gibt es wesentliche Unterschiede zwischen dem klassischen THC und THCM:

  • Chemische Struktur: THCM ist chemisch gesehen THC mit einem Extra-Teil– einer Methylgruppe (–CH₃) an der THC-Struktur​. Dadurch hat THCM ein etwas höheres Molekulargewicht (eine Kohlenstoff- und zwei Wasserstoff-Atome mehrals THC)​. THC und THCM sind nicht isomer (also nicht gleiche Formel, unterschiedliche Struktur), sondern THCM ist eine Art Abwandlung von THC.
  • Vorkommen: THC kommt reichlich in der Cannabispflanze vor – je nach Sorte und Züchtung mit Gehalten von oft 15-25% in den Blüten. THCM hingegen wurde nur in Spuren im Rauchnachgewiesen​. In der frischen Pflanze taucht THCM (wenn überhaupt) nur in verschwindend kleinen Mengen auf.
  • Psychoaktivität: THC ist bekanntlich stark psychoaktiv – es verursacht das High-Gefühl. THCM scheint kaum bis gar nicht psychoaktiv zu sein, soweit man bisher weiß​. Es liefert nach aktuellem Wissensstand kein spürbares High.
  • Verfügbarkeit: THC ist – legal oder nicht – überall zu bekommen, sei es als Gras, Hasch, Öl etc. THCM dagegen ist überhaupt nicht kommerziell erhältlich​. Du wirst in keinem Coffeeshop, Dispensary oder Online-Shop ein reines THCM-Produkt finden (wenn doch, ist höchste Skepsis angebracht).
  • Rechtlicher Status: THC unterliegt in den meisten Ländern strengen Gesetzen (Betäubungsmittel etc.), mit Ausnahmen für medizinische Nutzung. THCM ist rechtlich ein Graubereich – offiziell nicht gelistet in den Gesetzestexten, aber faktisch auch nicht relevant, da es keine Produkte gibt. (Mehr dazu gleich.)

Kurz gesagt: THC ist der bekannte Mainstream-Wirkstoff, THCM ein obscure Randphänomen. Du kannst dir THC wie den großen Bruder vorstellen, der die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht, während THCM das scheue, unbekannte Geschwisterchen ist, das kaum jemand je zu Gesicht bekommt.Übrigens: Manche verwechseln THCM mit THC-H bzw. THCH – das ist ein anderes neues Cannabinoid (Tetrahydrocannabihexol), das tatsächlich in 2019 entdeckt wurde und sich chemisch durch eine längere Seitenkette auszeichnet. THC-H und THCM haben zufällig die gleiche Summenformel (C₂₂H₃₂O₂), sind aber unterschiedliche Substanzen. Gemeinsam ist ihnen nur, dass beide relativ neu und selten sind. Aber behalte: THCM ≠ THCH, und THCM ≠ THC-COOH(das THC-Abbauprodukt im Körper). Die Cannabis-Welt hat viele ähnliche Abkürzungen, da kann man leicht durcheinanderkommen!

Die Legalitätsfrage ist interessant, wenn auch theoretisch. THCM wird in den meisten Ländern gar nicht explizit erwähnt in den Gesetzestexten. In den USA würde man THCM wohl wie andere neu entdeckte Cannabinoide behandeln: Solange es aus Hanf (unter 0,3% Δ⁹-THC) gewonnen würde, fiele es unter den Farm Bill als legales Hanfprodukt​. Allerdings ist das eher akademisch, denn es gibt ja keine echten THCM-Produkte auf dem Markt​. Weder die DEA noch sonst wer haben sich konkret zu THCM geäußert – es war einfach nie relevant genug.

In Deutschland und vielen EU-Ländern könnte THCM, falls es psychoaktiv wäre, vermutlich als „Cannabinoid-Analogon“ ebenfalls unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Da es strukturell mit THC verwandt ist, würde man es rechtlich sicherlich nicht frei durchwinken, wenn plötzlich reines THCM auftauchen würde. Allerdings: Momentan existiert kein Paragraf speziell zu THCM, weil es praktisch nicht vorkommt. Sollte irgendwann THCM in nennenswerten Mengen hergestellt werden und psychoaktive Wirkung haben, müsste der Gesetzgeber reagieren. Bis dahin ist THCM im Grunde nicht geregelt, was aber keine Einladung ist – du kannst es ja ohnehin nicht einfach bestellen.

Zusammengefasst: THCM bewegt sich legal in einer Grauzone, einfach weil es in der Realität kaum vorhanden ist. Es ist weder ausdrücklich verboten noch irgendwo erlaubt – es existiert juristisch betrachtet schlicht nicht auf dem Radar. Natürlich gilt: Versuch lieber nicht, der Erste zu sein, der damit experimentiert und die Behörden aufmerksam macht. 😉

Kann man THCM kaufen oder irgendwo bekommen?

Du fragst dich vielleicht: Wenn THCM so spannend klingt, kann ich das irgendwo ausprobieren? Die enttäuschende Antwort: Nein, derzeit nicht. Es gibt keinen seriösen Anbieter, der reines THCM verkauft​. Weder online noch offline wirst du ein Fläschchen THCM-Öl, einen THCM-Joint oder dergleichen finden. Selbst in den USA, wo der Markt für alternative Cannabinoide (Delta-8, HHC, THCP etc.) boomt, hat keiner THCM im Sortiment. THCM ist so selten und schwierig herzustellen, dass sich bislang niemand die Mühe gemacht hat, es kommerziell zu vermarkten.

Wenn du doch irgendwo im Internet auf ein angebliches THCM-Produkt stößt – zum Beispiel ein Vape Cartridge oder Gummibärchen mit der Aufschrift "THCM" – sei extrem skeptisch. Die Chancen stehen hoch, dass es sich um einen Fake oder eine Mogelpackung handelt​. Einige weniger seriöse Verkäufer könnten den Hype nutzen und Produkte mit dieser Buzzword-Abkürzung labeln, obwohl in Wirklichkeit ganz andere Inhaltsstoffe drin sind. Da Labore derzeit gar nicht zuverlässig auf THCM testen können (weil es kein standardisiertes Testverfahren oder Referenzmaterial gibt), würde sowas auf einem Analysezertifikat nicht mal auftauchen. Mit anderen Worten: Niemand kann nachprüfen, ob ein Produkt wirklich THCM enthält​.

Foto von Budding . auf Unsplash

Ein gefundenes Fressen für Betrüger – aber ein Risiko für Verbraucher.Also: Derzeit kannst du THCM faktisch nicht kaufen. Solltest du irgendwann in Zukunft die Gelegenheit haben, achte unbedingt auf Labortests (COAs) und glaub nicht blind den Aufschriften​. Aber realistischerweise: Solange die Chemiker es nicht isolieren können, wirst du es auch nicht im Shop sehen.

Ist THCM sicher oder gefährlich?

Angenommen, jemand würde es schaffen, reines THCM herzustellen – wäre das sicher zu konsumieren? Darüber lässt sich momentan nur spekulieren. Genaues weiß man nicht, denn es gab noch keine Untersuchungen zur Verträglichkeit von isoliertem THCM​. Allerdings können wir ein paar logische Überlegungen anstellen:

  • In Spuren im Rauch:THCM ist ja ein natürlicher Bestandteil von Cannabisrauch (wenn auch minimal)​. Solange es in diesen verschwindenden Mengen auftritt, dürfte es nicht gefährlicher sein als der Rauch an sich​. Mit anderen Worten, wer einen Joint raucht, nimmt eventuell winzige Mengen THCM auf – ohne dass je darüber Klagen bekannt geworden wären. In diesem Kontext scheint THCM also nicht akut toxisch oder extrem schädlich zu sein, sonst hätte man das wohl bemerkt.
  • Isoliert in hoher Dosis: Falls man jedoch irgendwann THCM in größeren Mengen extrahieren würde, ist die Sicherheitslage völlig unklar​. Wir wissen nicht, wie der Körper darauf reagiert, wenn man z.B. 50 mg reines THCM vaporisiert oder oral einnimmt. Es könnten unbekannte Nebenwirkungen auftreten – von Harmlos (leichte Übelkeit) bis Ernst (wer weiß, irgendwelche ungewöhnlichen Wirkungen). Bis zur Klärung gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Ohne Daten keine Gewissheit.

Praktisch heißt das: Vermeide THCM, falls es dir angeboten wird, schlicht weil wir nichts über die Risiken wissen​. Im Moment gibt es aber sowieso keinen echten Markt dafür, also ist die Chance gering, versehentlich dranzugeraten. Das größte "Risiko" besteht eher darin, Geld für ein angebliches THCM-Produkt auszugeben, das gar kein THCM enthält – was deinen Geldbeutel schädigt, aber sonst wenig. Sollte THCM jemals populär werden, müssten gründliche Studien zur Sicherheit gemacht werden, bevor man es verantwortungsvoll konsumieren könnte.

Hat THCM eine Zukunft in der Cannabis-Szene?

Nach all dem Fragwürdigen stellt sich zum Schluss die Frage: Wird THCM irgendwann noch wichtig werden, oder kann man das getrost abhaken? Momentan sieht es so aus, als ob THCM in absehbarer Zeit kein großer Player sein wird. Warum? Hier ein paar Gründe:

  • Kein klarer Nutzen: THCM bietet bisher keinen erkennbaren Vorteil gegenüber bekannten Cannabinoiden. Es macht nach allem, was wir wissen, nicht wirklich highund hat keine etablierten medizinischen Vorteile​. Der Anreiz, es unbedingt haben zu wollen, ist also gering.
  • Schwierige Herstellung: Solange niemand weiß, wie man THCM effizient gewinnt, bleibt es ein akademisches Phantom​. Firmen konzentrieren sich lieber auf Substanzen, die sie jetzt schon extrahieren oder synthetisieren können (wie Delta-8, HHC, etc.).
  • Keine Nachfrage: Die meisten Konsumenten haben noch nie von THCM gehört. Es gibt keinen Hype in der breiten Community – eher nur in kleinen Nerd-Nischen. Ohne Nachfrage kein Angebot, und ohne Angebot auch schwer Nachfrage zu erzeugen. Ein Teufelskreis, der THCM in der Versenkung hält​.
  • Konkurrenz durch andere Cannabinoide: In den letzten Jahren wurden viele neue Cannabinoide populär (Delta-8-THC, THC-O, THCP, HHC, etc.), die teils deutlich spürbare Wirkungen haben. THCM stinkt im Vergleich ein bisschen ab, weil es eben kaum Effekt bietet (nach dem jetzigen Kenntnisstand)​. Warum sich also auf THCM fokussieren, wenn es 20 andere THC-Varianten gibt, die mehr “Action” versprechen?​

Klar, man soll niemals nie sagen. Die Cannabis-Forschung bringt manchmal Überraschungen hervor. Vielleicht entdeckt jemand doch noch eine interessante Eigenschaft von THCM oder einen Trick, es massenhaft herzustellen. Dann könnte das Thema aufleben. Aber realistisch? THCM bleibt vorerst ein Fun-Fact für Cannabis-Geeks, mehr nicht. Für dich als Konsument heißt das: Du musst keine Angst haben, einen großen Trend zu verpassen.

Wenn es um neue Cannabinoid-Erlebnisse geht, gibt es genug andere Baustellen – von legalen CBD-Blüten bis zu exotischen Sachen wie THCP. THCM kannst du getrost auf die “Nice to know” Liste setzen. Es ist cool, darüber Bescheid zu wissen (damit kannst du beim nächsten Kiffer-Talk angeben 😉), aber es wird dein Cannabis-Erlebnis in naher Zukunft nicht verändern.Bottom Line: THCM ist spannend aus Neugierde-Sicht und zeigt, wie vielfältig die Cannabiswelt chemisch ist. Praktisch spielen jedoch weder Konsum noch Handel noch Medizin aktuell eine Rolle.

Behalte den Namen im Hinterkopf, aber fühl dich nicht schlecht, falls du bis heute nichts von THCM wusstest – du gehörst damit zur überwältigenden Mehrheit. Und jetzt weißt du Bescheid über das geheimnisvolle Cannabinoid, von dem man vermutlich so schnell nicht wieder viel hören wird. Cheers und happy smoking!

author
Paul M.
Shopify Admin

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