Allgemeine Informationen zu PHC

Was ist PHC? PHC steht für Hydrox4PHC, ein neuartiges halb-synthetisches Cannabinoid aus der Hanfpflanze​. Im Gegensatz zu bekannten Cannabinoiden wie Δ^9-THC oder CBD kommt PHC nicht natürlich in Cannabis vor, sondern wird durch chemische Umwandlung aus einem bestehenden Cannabinoid gewonnen​. Konkret wird PHC aus Delta-9-THC-Acetat (auch THC-O genannt) synthetisiert, indem Delta-9-THC mit Essigsäureanhydrid verestert und dann weiteren Reaktionen unterzogen wird​.

Dieser Prozess wurde erst vor kurzem entwickelt – PHC ist “das neueste Mitglied auf dem Hanfmarkt” und es gibt bislang nur sehr begrenzte Informationen darüber. Erste PHC-Produkte tauchten etwa 2023/24 auf dem US-Hanfmarkt auf, inmitten des Trends zu legalen THC-Alternativen.

Entdeckung und Herkunft: PHC wurde nicht in der Natur entdeckt, sondern von der Cannabisindustrie in Reaktion auf Nachfrage nach legalen psychoaktiven Produkten entwickelt. Hersteller bezeichnen es als “neues Cannabinoid”, doch Experten weisen darauf hin, dass PHC eher ein Marketingbegriff als ein eindeutig definierter Stoff ist​. Unterschiedliche Produzenten verwenden die Bezeichnung PHC teils für verschiedene Substanzen. Einige Händler zogen Verbindungen zu bereits bekannten Verbindungen wie H4CBD (hydriertes CBD) oder 4-Hydroxy-THC (ein seltener THC-Metabolit) – allerdings ist es unwahrscheinlich, dass diese tatsächlich das stark psychoaktive PHC erklären​.

Wahrscheinlicher ist, dass “PHC ein Alter Ego für eine Handvoll Substanzen ist”, z.B. THC-O oder andere THC-Derivate​. Bisher konnte keine Studie bestätigen, dass PHC ein einzigartiges, natürlich isoliertes Cannabinoid darstellt​. Zusammengefasst: PHC stammt aus Labors, die Hanfextrakte weiterverarbeiten, und seine genaue Identität blieb zunächst vage. Verbrauchern sollte bewusst sein, dass PHC kein klassisches Phytocannabinoid ist, sondern ein synthetisch abgewandeltes Produkt aus der Cannabispflanze.

Alle PHC Produkte

Chemische Struktur und Zusammensetzung

Struktureller Aufbau: Chemisch betrachtet ähnelt PHC im Grundgerüst dem Δ^9-THC. Δ^9-THC (Tetrahydrocannabinol) besitzt eine dreiringige Molekülstruktur (ein cyclisches Benzochromen-Gerüst) mit der Summenformel C_21H_30O_2. PHC weist vermutlich die gleiche Kernstruktur auf, jedoch mit einer modifizierten funktionellen Gruppe. Nach Angaben der Hersteller ist PHC ein Derivat des THC-Acetats: Dabei wird das THC-Molekül an der phenolischen Hydroxy-Gruppe acetyliert (dadurch entsteht THC-O-Acetat) und anschließend in einem weiteren Schritt in PHC umgewandelt​.

Die genaue chemische Zusammensetzung von PHC wird mit Hydrox-4-PHC angegeben​. Dies deutet darauf hin, dass PHC möglicherweise eine Hydroxy-Gruppe an Position 4 des THC-Grundgerüsts trägt (4-Hydroxy-THC) oder ein verwandtes analoges Molekül ist – letztlich also ein THC-Analogon mit zusätzlicher funktioneller Gruppe. Tatsächlich wurde 4-Hydroxy-Δ^9-THC als möglicher Kandidat erwähnt, jedoch handelt es sich dabei um einen seltenen Stoff (einen THC-Metaboliten) und nicht um ein typisches Cannabinoid​.

Daher bleibt die genaue Struktur von PHC etwas nebulös; klar ist aber, dass es eng mit THC verwandt ist und sich wahrscheinlich nur durch eine kleine chemische Modifikation davon unterscheidet.Vergleich mit THC, CBD und HHC: Δ^9-THC besitzt eine charakteristische Doppelbindung am 9. Kohlenstoff im cyclischen Teil – diese ist für die Bezeichnung “Δ^9” verantwortlich. HHC (Hexahydrocannabinol) hingegen entsteht durch Hydrierung von THC: Die Doppelbindung wird gesättigt, wodurch zwei zusätzliche Wasserstoffatome angebunden werden (Summenformel C_21H_32O_2 für HHC gegenüber C_21H_30O_2 für THC)​.

HHC hat also ein nahezu identisches Grundgerüst wie THC, nur ohne die Doppelbindung, was die Molekülform etwas verändert. Diese scheinbar kleine Änderung kann die Bindungsstärke an Cannabinoid-Rezeptoren beeinflussen – HHC wirkt psychoaktiv, jedoch berichten Nutzer oft, dass es etwas milder als Δ^9-THC ausfällt. CBD (Cannabidiol) unterscheidet sich strukturell deutlicher: Es hat zwar die gleiche Summenformel C_21H_30O_2, aber keine Ringbindung zwischen den beiden Hauptringen (die THC’s cyclisches Gerüst erzeugt). CBD besitzt stattdessen eine offene Struktur mit zwei Hydroxy-Gruppen und ist ein Isomer von THC. Dieser strukturelle Unterschied führt dazu, dass CBD kaum an CB1-Rezeptoren bindet und nicht berauschend wirkt​.

PHC in diesem Kontext: PHC behält das THC-Rückgrat, ist aber – wie oben beschrieben – vermutlich chemisch modifiziert (etwa durch eine zusätzliche Hydroxygruppe oder durch eine andere Konfiguration), sodass es zunächst inaktiv ist und erst durch metabolische Prozesse wieder zu wirksamem THC wird. Einige Quellen bezeichnen PHC daher als “Prodrug” von THC​. Wichtig: PHC selbst besitzt keine Acetylgruppe mehr (anders als THC-O); es ist also kein einfaches THC-Acetat, sondern ein eigenständiges Molekül ohne die Acetat-Seitenkette​. Stattdessen ist PHC wahrscheinlich so aufgebaut, dass es nach Aufnahme im Körper zu Δ^9-THC reagiert (siehe Wirkungsweise).

In Summe kann man PHC als semi-synthetisches Cannabinoid mit nahezu derselben molekularen Grundstruktur wie THC ansehen, dessen geringe strukturelle Modifikation eine andere pharmakokinetische Eigenschaft verleiht. Dadurch unterscheidet es sich einerseits von THC und HHC (die direkt aktiv sind), andererseits aber auch von CBD (das gar nicht psychoaktiv ist). Einige haben PHC auch als “Phenylhexyl-Cannabinoid” bezeichnet​– was implizieren würde, dass eventuell die Alkyl-Seitenkette am Molekül modifiziert ist. Doch diese Bezeichnung ist in der wissenschaftlichen Literatur nicht etabliert. Insgesamt liegt die chemische Einordnung von PHC derzeit zwischen THC-O (THC-Acetat) und anderen neuartigen Derivaten: eng verwandt mit THC, aber künstlich leicht verändert, um legal verkauft werden zu können.

Wirkungsweise

Interaktion mit dem Endocannabinoid-System: PHC entfaltet seine Wirkung im Körper, indem es zu Δ^9-THC umgewandelt wird. Diese Umwandlung findet nach der Einnahme statt – ähnlich wie bei einem Prodrug. Sobald PHC in den Blutkreislauf gelangt und durch Enzyme (insbesondere in der Leber) metabolisiert wird, wird daraus fast vollständig aktives THC freigesetzt. Infolgedessen gleicht die pharmakologische Wirkung von PHC der von THC. Δ^9-THC ist ein partieller Agonist an den Cannabinoid-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems, vor allem an CB1 und in geringerem Maße an CB2.

CB1-Rezeptoren sitzen vorrangig im zentralen Nervensystem (Gehirn, Rückenmark) und sind verantwortlich für die typischen psychoaktiven Effekte (Veränderung von Stimmung, Bewusstsein, Wahrnehmung). CB2-Rezeptoren kommen überwiegend im Immunsystem und peripheren Geweben vor und vermitteln immunmodulatorische und entzündungshemmende Effekte. THC’s starke Affinität zu CB1 erklärt seine berauschende Wirkung​ – und genau diese Eigenschaft tritt auch bei PHC ein, sobald es im Körper in THC übergeht.Rezeptorbindung und Effektvermittlung: Da PHC in vivo praktisch zu 99 % in THC konvertiert​, ist anzunehmen, dass PHC selbst wenig direkte Wirkung auf die Rezeptoren hat, sondern erst das entstehende THC an CB1/CB2 bindet. THC als partieller CB1-Agonist bewirkt u.a. eine vermehrte Ausschüttung von Neurotransmittern wie Dopamin und beeinflusst neuronale Signale, was Rauschzustände, Schmerzlinderung und Appetitsteigerung hervorruft. An CB2-Rezeptoren kann THC Entzündungsreaktionen dämpfen und das Immunsystem modulieren, was zu analgetischen und entzündungshemmenden Effekten beiträgt​.

PHC teilt also diesen Wirkmechanismus durch Stellvertreter: Es “verwandelt sich” nach Einnahme in den eigentlichen aktiven Wirkstoff THC, der dann an die Rezeptoren andockt und die bekannten Cannabis-Effekte auslöst.Besonderheiten von PHC: Interessant ist, dass PHC – ähnlich wie THC-O – erst verzögert wirkt. Marketingaussagen beschreiben PHC als Substanz, die “im Körper zu Delta-9-THC wird” und somit eine Zeit braucht, bis der Effekt einsetzt. Dies erinnert an THC-O-Acetat, das als Prodrug ca. 20–30 Minuten nach Einnahme erst spürbar wird, weil erst die Metabolisierung die aktive Form freisetzt​. Anwender von PHC-Berichten bestätigen, dass die psychoaktive Wirkung nicht sofort eintritt, sondern mit gewisser Latenz – vergleichbar mit oral konsumiertem Cannabis (Esswaren) gegenüber inhalativem Konsum.

In dieser Hinsicht unterscheidet sich PHC von direkt aktiven Cannabinoiden wie THC oder HHC, die beim Rauchen/Vapen binnen Minuten wirken. Sobald jedoch PHC in THC übergegangen ist, gibt es keinen Unterschied mehr im Wirkmechanismus: das freigesetzte THC aktiviert die gleichen neuronalen Schaltkreise wie natürliches THC aus der Pflanze. Zusammengefasst bindet PHC indirekt (über seinen Metaboliten) an die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2, wobei vor allem die CB1-Aktivierung für den Großteil der subjektiven Wirkungen (Rausch, veränderte sensorische Wahrnehmung, etc.) verantwortlich ist​.

Neben CB1/CB2 kann THC bekanntermaßen auch andere Zielmoleküle beeinflussen (z.B. TRPV1-Rezeptoren oder Serotoninrezeptoren in geringerem Ausmaß), was etwa zu analgetischen oder stimmungsmodulierenden Nebeneffekten beiträgt. Für PHC ist mangels Forschung unklar, ob die Ausgangssubstanz vor der Umwandlung irgendwelche eigenen Interaktionen hat. Doch da PHC schnell zum bekannten THC-Metaboliten wird, erscheint es wahrscheinlich, dass kein völlig neues Wirkprofil entsteht, sondern das Endocannabinoid-System auf vertraute Weise beeinflusst wird.

Happy Flower

Foto von Avery Meeker auf Unsplash

Effekte und mögliche Anwendungen

Physiologische und psychologische Wirkungen: Anwenderberichten zufolge verursacht PHC einen starken psychoaktiven Effekt, der in Qualität und Intensität dem von klassischem Cannabis entspricht. Viele Konsumenten vergleichen das PHC-High mit dem Konsum von THC-haltigen Edibles (Esswaren) – d.h. einem langsamer einsetzenden, dafür langanhaltenden und körperintensiven Rausch. Typische subjektive Effekte sind:

  • Euphorie und Glücksgefühle: PHC löst häufig ein Gefühl von Wohlbefinden und beschwingter Laune aus​. Nutzer beschreiben eine Welle der Zufriedenheit und Entspannung, die sowohl geistig als auch körperlich spürbar ist.
  • Körperliche Entspannung: Wie THC führt PHC zu Muskelentspannung und Linderung von Spannungszuständen​​. Viele fühlen sich “angenehm leicht”, da physische Anspannung nachlässt. Ein ausgeprägtes Körper-High mit wohliger Schwere wird berichtet​.
  • Mentale Wirkungen: PHC kann gedankenverändernd wirken, jedoch gibt es unterschiedliche Schilderungen. Einige berichten von einer ausgeprägten geistigen Klarheit und Fokussierung, sogar von konzentrationsfördernder Wirkung trotz Rausch​. Andere – v.a. bei höheren Dosen – erleben ähnlich wie bei THC gedankliche Beeinflussungen, von intensiverer Wahrnehmung bis zu leichter Verwirrtheit. Interessanterweise werben manche Hersteller damit, PHC verursache “weniger mentale Trübung” als THC oder HHC​ – das heißt, die Euphorie käme ohne starke Bewusstseinseintrübung. Ob dies tatsächlich an PHCs Molekülstruktur liegt oder einfach eine Folge moderater Dosierung ist, bleibt unklar.
  • Dauer der Wirkung: Auffällig ist die lange Wirkdauer. Anwender geben an, dass die Effekte von PHC bis zu 6–8 Stunden anhalten können​. Dies deckt sich mit der Erwartung an ein THC-Prodrug: ähnlich wie bei oralen THC-Produkten wird über die volle Dauer immer wieder THC nachgeliefert. Die langanhaltende Wirkung kann vorteilhaft sein für anhaltende Symptomlinderung (z.B. Schmerz), birgt aber auch das Risiko eines verlängerten Rausches.
PHC Blüten

Physiologisch gleicht die Wirkung von PHC dem THC-Profil: Herzfrequenzsteigerung, erweitere Blutgefäße (daher rote Augen), Appetitanregung (“Munchies”) und eine Veränderung der sensorischen Wahrnehmung. Psychologisch treten neben Euphorie auch veränderte Zeitwahrnehmung, gesteigerte Kreativität oder – je nach Set und Setting – Angstgefühle auf, ganz analog zu gewöhnlichem Cannabis. Da PHC-Produkte teilweise Mischungen enthalten (z.B. mit Δ^8-THC oder HHC)​, können die Effekte je nach Produkt variieren. Ohne Laboranalyse lässt sich oft nicht sagen, ob ein PHC-Produkt rein PHC-basiert ist oder andere Cannabinoide die Wirkung mitbestimmen. Grundsätzlich gilt: “Die Wirkung eines PHC-Produktes hängt von seinem tatsächlichen Inhalt ab, nicht vom Etikett”. Daher sollten Verbraucher stets die Analysezertifikate (COAs) prüfen, sofern verfügbar​.

Mögliche medizinische Anwendungen: Da PHC im Körper praktisch zu Δ^9-THC wird, kann man annehmen, dass es ähnliche therapeutische Potenziale hat wie THC. THC wird medizinisch u.a. gegen Schmerzen, Muskelkrämpfe, Übelkeit und Appetitlosigkeit eingesetzt. Branchenexperten mutmaßen, PHC könne aufgrund der THC-Freisetzung z.B. bei Schmerzlinderung und Entzündungshemmung helfen sowie Übelkeit mindern und den Appetit anregen. Zudem berichtet einige Nutzer von Angstlösigkeit und stimmungsaufhellender Wirkung durch PHC​.

Allerdings fehlen hierzu klinische Studien – die genannten Vorteile basieren auf analogem Schluss von THC-Wirkungen bzw. auf Anekdoten. Sollte PHC eine verbesserte Bioverfügbarkeit haben (einige behaupten, es werde besonders effizient aufgenommen), könnte es theoretisch geringere Dosen für die gleiche Wirkung benötigen, was in der Medizin von Interesse wäre. Ebenso könnte die längere Wirkdauer nützlich sein, um Patienten über die Nacht schmerzfrei zu halten.Derzeit ist PHC jedoch rein im Freizeitgebrauch zu finden; kein pharmazeutisches Unternehmen hat PHC als Arzneistoff untersucht oder zugelassen. Die potenziellen Anwendungen bleiben deshalb spekulativ. Falls PHC tatsächlich sanftere psychoaktive Effekte liefert (wie von manchen behauptet​), könnte es für Patienten interessant sein, die von THC profitieren wollen, aber die starke Sedierung oder Verwirrung dabei meiden möchten.

Umgekehrt könnte die hohe Potenz und lange Wirkung von PHC für unerfahrene Nutzer zu intensiv sein, was seinen Einsatz limitiert.Unterschiede zu anderen Cannabinoiden: Gegenüber THC bietet PHC pharmakologisch keine grundsätzlich neuen Effekte – es ist eher ein anderer Weg, THC in den Körper zu bringen. Der Hauptunterschied liegt derzeit im rechtlichen Status (siehe Abschnitt 5), nicht in der medizinischen Wirksamkeit. Im Vergleich zu CBD (nicht berauschend, anxiolytisch, entzündungshemmend ohne CB1-Aktivierung) sticht PHC als stark psychoaktiv hervor und wäre für Anwendungsgebiete, wo ein Rausch unerwünscht ist (z.B. Epilepsie-Behandlung), ungeeignet. Verglichen mit HHC und Δ^8-THC, zwei ebenfalls legal erhältlichen THC-Alternativen, gilt PHC als potenter: Quellen schreiben, PHC erziele “stärkere Resultate” als Delta-8 oder HHC​.

Dies bedeutet, dass erfahrene Konsumenten, die z.B. von Δ^8-THC nicht genügend Wirkung spüren, mit PHC eine intensivere Option haben. Tatsächlich wird PHC oft als nächste Stufe für jene vermarktet, die bereits HHC, Δ^10-THC etc. kennen und etwas Näherungsweise Δ^9-THC-Äquivalentes suchen​. Anders formuliert: PHC will eine Lücke füllen, wo herkömmliches THC nicht legal verfügbar ist, aber ein ähnlich starker Effekt gefragt ist. In der Praxis werden die Unterschiede in der Wirkung zwischen PHC und THC gering sein – außer in der juristischen Betrachtung.

Rechtliche Lage

International uneinheitlich: Da PHC ein neues Phänomen ist, befindet es sich rechtlich in vielen Ländern in einer Grauzone. In den USA gilt seit dem Farm Bill 2018, dass Hemp-Produkte mit ≤0,3 % Δ^9-THC bundesweit legal sind. Hersteller argumentieren, dass PHC, wenn es aus Hanf-CBD oder Δ^8-THC synthetisiert wird, unter diese Regel fällt​. Tatsächlich war PHC (Stand Anfang 2025) auf Bundesebene nicht ausdrücklich verboten und wurde online frei verkauft​.

Aber: Die US-Drogenvollzugsbehörde (DEA) hat klargestellt, dass rein synthetisch hergestellte Cannabinoide nicht vom Farm Bill geschützt sind​. So wurde z.B. THC-O (THC-Acetat) von der DEA 2023 als kontrolliertes Substance (Schedule I) eingestuft, obwohl es aus Hanf abgeleitet war. Eine ähnliche Bewertung könnte die DEA in Zukunft für PHC vornehmen​. Derzeit schweigt die DEA zu PHC noch, was viele Anbieter nutzen – rechtlich bewegen sie sich de facto in einem unsicheren Terrain. Auf einzelstaatlicher Ebene haben über ein Dutzend US-Bundesstaaten bereits Delta-8-THC und andere THC-Analoga verboten, meist durch Erweiterung der Definition von illegalen Tetrahydrocannabinolen.

In solchen Staaten wäre PHC automatisch mit erfasst, da es letztlich zu Δ^9-THC metabolisiert wird. Andere Staaten haben spezifische NPS-Gesetze, die synthetische Cannabinoide pauschal verbieten. Käufer in den USA müssen daher die jeweilige Gesetzeslage ihres Bundesstaats beachten – was bundesrechtlich scheinbar legal ist, könnte lokal strafbar sein. Zudem besteht das Risiko, dass PHC bei einer eventuellen strafrechtlichen Bewertung als analoger Stoff von THC angesehen wird (Analog Act), wodurch es dem Verbot von THC gleichgestellt würde.In der Europäischen Union gibt es kein einheitliches Vorgehen gegen solche “neuartigen” Cannabinoide. Einige Länder haben rasch reagiert: In Deutschland zum Beispiel wurde im Sommer 2024 HHC explizit verboten (Eintrag ins Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz, NpSG)​.

PHC war zu diesem Zeitpunkt noch so neu, dass es nicht mitverboten wurde – und profitierte dadurch von einer regelungstechnischen Lücke. Seit dem Verbot von HHC/HHC-P ab 26. Juni 2024 hat sich PHC in Deutschland als “legale und ausgewogene Alternative” positioniert​. Es gilt (Stand Anfang 2025) als legal, da weder das BtMG noch das NpSG PHC namentlich aufführen. Einige Anbieter in DE geben PHC die Bezeichnung Phenylhexyl-Cannabinoid und bieten es offen als HHC-Ersatz an​. Allerdings ist diese Legalität fragil: Sollte PHC bekannter werden, ist eine behördliche Einstufung als analoges THC-Derivat (und damit verboten) wahrscheinlich. Schon jetzt fällt PHC eigentlich unter den analogen THC-Begriff vieler europäischer Drogengesetze, die alle isomeren Formen und Derivate von THC einschließen.

Unklar ist, ob PHC vielleicht formal als ein CBD-Derivat gewertet werden könnte (was legal wäre) – doch da PHC psychoaktiv ist, sprechen Regulierer eher von einem nicht erlaubten Designercannabinoid.In anderen Ländern variiert die Lage: Österreich z.B. hat HHC im 2023 ebenfalls verboten; PHC taucht dort als legale HHC-Alternative auf (teils als “Phyto-Cannabinoid” vermarktet)​. Schweiz: Dort sind THC und seine Derivate verboten, was PHC einschließen dürfte, jedoch gibt es Berichte über freien Verkauf in CBD-Shops, solange kein Gesetz angepasst ist. Großbritannien hat ein generelles Verbot für alle psychoaktiven Substanzen (Novel Psychoactive Substances Act), wodurch PHC de jure illegal sein dürfte, auch wenn es nicht explizit genannt wird. Grauzonen und Risiken: Die aktuelle rechtliche Grauzone bedeutet, dass Konsumenten PHC zwar vielerorts online bestellen können, aber auf eigenes Risiko.

Änderungen in der Gesetzgebung können schnell erfolgen, wodurch ein vormals legal erworbenes Produkt plötzlich illegaler Besitz sein kann. Auch beim Transport über Grenzen kann man Probleme bekommen: Da PHC chemisch sehr nahe an THC ist, könnten Strafverfolgungsbehörden es als Cannabispräparat einstufen. Zudem ist zu beachten, dass Drogentests auf THC vermutlich positiv ausfallen nach PHC-Konsum – der Körper wandelt PHC ja in THC-Abbauprodukte um. Somit könnte ein Konsument etwa in einem Land mit null Toleranz gegenüber THC belangt werden, obwohl er formal ein legales PHC-Produkt genutzt hat. Insgesamt ist die Rechtslage von PHC noch unsicher und im Fluss. Behörden beobachten die Flut neuer Cannabinoide aufmerksam: Die UN-Drogenkontrollbehörde (UNODC) berichtete 2024 von einer “neuen Welle halb-synthetischer Cannabinoide” auf dem Markt​. Darin werden bereits Substanzen wie HHC, HHCP und H4CBD genannt, die in vielen Ländern in beschlagnahmten Proben auftauchen​. PHC dürfte der nächste Kandidat sein, der international Beachtung findet und eventuell gesetzlichen Kontrollen unterworfen wird. Verbraucher sollten sich daher stets auf dem Laufenden halten, da PHC’s derzeitiger legaler Status schnell kippen kann.

Quellen: Die Analyse basiert auf aktuellen Fachartikeln, Branchenberichten und ersten wissenschaftlichen Einschätzungen zu PHC und verwandten Cannabinoiden. Wichtige Informationen wurden unter anderem aus dem Vaping360-Report über PHC​ vaping360., einem Blogbeitrag von Elevate Holistics ​elevate-holistics.com, sowie einer Studie zur Verfügbarkeit von neuartigen Cannabinoiden​ pmc.ncbi.nlm.nih.gov entnommen. Mangels direkter Studien zu PHC stützen sich einige Aussagen auf bekannte Erkenntnisse zu THC und ähnlichen Derivaten (z.B. Mechanismus ​frontiersin.org oder typische Effekte). Alle zitierten Stellen sind mit entsprechenden Quellenangaben im Text versehen, um Transparenz über die Herkunft der Aussagen zu gewährleisten.

author
Paul M.
Shopify Admin

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