Einen richtig guten Cannabis-Tee zu kochen ist einfacher, als du vielleicht denkst. Es gibt aber einen entscheidenden Kniff, den du kennen musst: Die Wirkstoffe aus der Blüte müssen an ein Fett gebunden werden. Einfach nur heißes Wasser drüberkippen? Bringt leider gar nichts, denn die wichtigen Cannabinoide sind nicht wasserlöslich.

Die Grundlagen von Cannabis Tee verstehen

Ein perfekt gemachter Cannabis-Tee ist so viel mehr als nur ein Heißgetränk. Er ist eine ganz eigene Konsumform, deren Wirkung sich deutlich vom Rauchen oder Verdampfen unterscheidet. Um das zu kapieren, schauen wir mal kurz, was da auf molekularer Ebene in deiner Tasse eigentlich abgeht.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in zwei fundamentalen Prozessen: der Decarboxylierung und der Fettbindung. Rohe Cannabisblüten enthalten Cannabinoide wie THC und CBD vor allem in ihrer sauren Form (THCA und CBDA). Diese Vorstufen kann dein Körper kaum aufnehmen, die gewünschte Wirkung bleibt also aus. Erst durch gezieltes Erhitzen – die Decarboxylierung – werden sie in ihre aktive, für uns nutzbare Form umgewandelt.

Warum fett dein bester freund ist

Nachdem die Cannabinoide aktiviert sind, kommt der wichtigste Partner ins Spiel: Fett. Cannabinoide sind lipophil, was so viel heißt wie „fettliebend“. Sie lösen sich super in Fetten, werden von Wasser aber regelrecht abgestoßen.

  • Der Transporter: Fette wie Butter, Kokosöl oder vollfette Milch dienen als Träger. Sie nehmen die aktivierten Cannabinoide auf und binden sie an sich.
  • Die Aufnahme: Wenn du den Tee trinkst, hilft das Fett deinem Körper, die Cannabinoide über das Verdauungssystem effizient aufzunehmen. Ohne diesen Helfer geht’s nicht.
  • Die Wirkung: Ohne Fett würden die wertvollen Wirkstoffe größtenteils einfach wieder ungenutzt ausgeschieden. Dein Tee bliebe eine hübsche, aber wirkungslose Deko.

Ein Cannabis-Tee ohne Fett ist wie ein Auto ohne Räder – er sieht vielleicht gut aus, bringt dich aber nirgendwohin. Das Fett ist der Motor, der die Wirkstoffe erst für deinen Körper verfügbar macht.

Die besondere Wirkung von Cannabis Tee

Die Art, wie dein Körper Cannabis-Tee verarbeitet, führt zu einem komplett anderen Erlebnis. Während gerauchtes Cannabis fast sofort über die Lunge in den Blutkreislauf gelangt, nimmt der Tee den längeren, gemütlicheren Weg über Magen und Leber.

Dieser Umweg hat direkte Folgen für die Wirkung:

  • Langsamer Start: Es dauert in der Regel 30 bis 90 Minuten, manchmal sogar länger, bis du etwas spürst. Geduld ist hier wirklich alles.
  • Lange Reise: Hat die Wirkung einmal eingesetzt, hält sie oft vier bis acht Stunden an. Das ist deutlich länger als bei den meisten anderen Methoden.
  • Sanftes Gefühl: Viele beschreiben die Wirkung als körperbetonter, sanfter und weniger „im Kopf“. Einfach entspannter.

Ein spannender Fakt am Rande: Bei der oralen Aufnahme wandelt die Leber THC in eine potentere Verbindung namens 11-Hydroxy-THC um. Diese Besonderheit trägt zur langanhaltenden und intensiven, aber oft als angenehmer empfundenen Wirkung bei. Wenn du tiefer in die faszinierende Interaktion von Cannabinoiden mit dem Körper eintauchen willst, schau mal in unseren Artikel über das Endocannabinoid-System rein.

Mit diesem Wissen im Gepäck bist du jetzt bestens vorbereitet, um die nächsten Schritte zum perfekten Tee zu meistern.

Decarboxylierung: Der entscheidende Schritt zur Aktivierung

Bevor deine Cannabisblüten auch nur in die Nähe einer Teetasse kommen, steht der wichtigste Schritt überhaupt an: die Decarboxylierung. Ohne diesen Prozess bleibt dein Tee leider nur ein warmes Getränk ohne die gewünschte Wirkung. Stell es dir so vor: In den rohen Blüten schlummern die Wirkstoffe in einer Art inaktivem Schlafmodus.

Cannabinoide wie CBD und THC liegen dort nämlich als Säuren vor, hauptsächlich als THCA und CBDA. Diese sauren Vorstufen kann dein Körper kaum verwerten. Erst durch präzise kontrollierte Hitze wird ein Kohlenstoffdioxidmolekül abgespalten – THCA wandelt sich in aktives THC und CBDA in aktives CBD um. Erst dann können sie ihre volle Wirkung entfalten.

Der richtige Umgang mit dem Backofen

Der Backofen ist dein zuverlässigstes Werkzeug für diesen Prozess. Die Herausforderung besteht darin, die perfekte Balance zu finden: heiß genug, um die Cannabinoide zu aktivieren, aber nicht so heiß, dass die wertvollen, geschmacksgebenden Terpene verbrennen oder die Blüten Schaden nehmen.

Decarboxylierung ist kein Hexenwerk, sondern reine Chemie. Mit der richtigen Temperatur und Zeit verwandelst du unwirksame Pflanzenteile in ein potentes Ausgangsmaterial für deinen Tee. Diesen Schritt zu überspringen, ist der häufigste Fehler bei der Zubereitung von Cannabis-Tee.

Die ideale Temperatur liegt zwischen 105 °C und 115 °C. In diesem Fenster bleiben die meisten Terpene erhalten, während die Cannabinoide zuverlässig umgewandelt werden. Höhere Temperaturen beschleunigen den Prozess zwar, erhöhen aber massiv das Risiko, dein Material zu verbrennen und wertvolle Inhaltsstoffe zu zerstören.

Schritt für Schritt zur Aktivierung

Die Vorbereitung ist denkbar einfach, erfordert aber ein wenig Sorgfalt, um das beste Ergebnis zu erzielen. So gehst du vor:

  • Zerkleinern: Mahle deine Cannabisblüten grob. Ein Grinder ist ideal, aber das Zerbröseln von Hand funktioniert auch. Zu feines Pulver kann leichter verbrennen, also nicht übertreiben.
  • Ausbreiten: Lege ein Backblech mit Backpapier aus und verteile das zerkleinerte Pflanzenmaterial gleichmäßig darauf. Eine dünne, ebene Schicht sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung.
  • Backen: Heize deinen Ofen auf die empfohlene Temperatur vor und schiebe das Blech für etwa 30 bis 40 Minuten auf die mittlere Schiene. Jeder Ofen heizt etwas anders, behalte die Blüten also im Auge.
  • Erkennen: Du merkst, dass der Prozess abgeschlossen ist, wenn die Blüten eine leicht goldbraune Farbe angenommen haben und einen intensiv nussigen, gerösteten Duft verströmen. Sie sollten sich außerdem trocken und bröselig anfühlen.

Nachdem du die Blüten aus dem Ofen geholt hast, lass sie vollständig abkühlen. Nun sind sie perfekt vorbereitet und bereit für die eigentliche Teezubereitung. Wenn du noch tiefer in die Feinheiten der Aktivierung eintauchen willst, findest du in unserem detaillierten Guide zur Cannabis-Decarboxylierung noch mehr Profi-Tipps.

Diese Infografik fasst die charakteristische Wirkungsweise von Cannabis-Tee zusammen: Er wirkt langsam, sanft und dafür länger anhaltend.

Infografik zur Wirkungsweise von Cannabis Tee: langsamer, sanfter und länger anhaltender Effekt.


Die Visualisierung unterstreicht, warum Geduld bei der oralen Aufnahme von Cannabis entscheidend ist, um das sanfte und langanhaltende Erlebnis voll auszukosten.

 

Zwei bewährte methoden zur zubereitung deines tees

Jetzt geht's ans Eingemachte – wir kochen Tee. Deine Blüten sind durch die Decarboxylierung perfekt aktiviert, und der spaßige Teil kann beginnen. Um einen wirksamen und vor allem leckeren Cannabis-Tee aufzubrühen, gibt es im Grunde zwei goldene Wege. Ich zeige dir hier beide: die klassische Infusionsmethode mit einem Fettträger und die smarte Abkürzung mit fertigem Öl oder einer Tinktur.

 

Zutaten und Utensilien zur Herstellung von Cannabis-Infusion und -Tinktur auf einem Holztisch.

 

Beide Varianten bringen dich ans Ziel, unterscheiden sich aber deutlich im Aufwand und in der Flexibilität. Schauen wir mal, welche am besten in deinen Alltag passt.

Methode 1: Die klassische Infusion in Fett

Das ist der traditionelle Weg, quasi die „Old School“-Variante, und für viele Puristen die einzig wahre Art, Cannabis‑Tee zuzubereiten. Das Prinzip ist einfach: Die aktivierten Cannabinoide werden direkt aus dem Pflanzenmaterial in eine fetthaltige Flüssigkeit gezogen. Das Ergebnis? Ein vollmundiger, potenter Tee, bei dem du die volle Kontrolle über jede einzelne Zutat hast.

Was du dafür brauchst:

  • Decarboxylierte Blüten: Deine exakt abgewogene Menge, bereit für den Einsatz.
  • Eine Fettquelle: Hier kannst du kreativ werden. 1–2 Teelöffel Kokosöl, Butter oder ein guter Schuss Vollmilch bzw. Sahne pro Tasse sind ideal.
  • Wasser: Die Basis für jeden Tee, klar.
  • Dein Lieblingstee: Ein Teebeutel oder lose Blätter, ganz wie du magst.
  • Ein kleiner Topf und ein feines Sieb: Zum Köcheln und späteren Abfiltern.

Der Prozess selbst ist kein Hexenwerk. Bring das Wasser zusammen mit deinem Fett in einem kleinen Topf zum leichten Köcheln. Sobald es simmert, gibst du deine zerkleinerten, decarboxylierten Blüten dazu. Jetzt heißt es Geduld haben: Lass die Mischung für mindestens 15–20 Minuten sanft vor sich hin ziehen, aber achte darauf, dass sie nicht sprudelnd kocht.

Je länger du alles ziehen lässt, desto mehr Wirkstoffe lösen sich im Fett. Aber Achtung: Nach etwa 45 Minuten kann der Geschmack schnell sehr intensiv und „grasig“ werden. Hier musst du dein persönliches Gleichgewicht zwischen Potenz und Geschmack finden.

Nach der Ziehzeit nimmst du den Topf vom Herd. Gieße die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter direkt in deine Lieblingstasse, um die Pflanzenreste zu entfernen. Jetzt hängst du nur noch deinen Teebeutel hinein und lässt ihn wie gewohnt ziehen. Ein Löffel Honig, eine Scheibe Zitrone oder etwas frischer Ingwer runden das Ganze perfekt ab.

Methode 2: Die schnelle alternative mit öl oder tinktur

Du hast es eilig oder magst es, deine Dosierung super exakt zu steuern? Dann ist diese Methode wie für dich gemacht. Statt die Blüten direkt im Wasser aufzukochen, nimmst du einfach ein fertiges Cannabis-Öl oder eine Tinktur. Der riesige Vorteil dabei ist, dass du dir den kompletten Infusionsprozess sparst und deine Dosis auf den Tropfen genau bestimmen kannst.

Für diesen unkomplizierten Weg brauchst du nur:

  • Heißes Wasser
  • Deinen Lieblingsteebeutel
  • Ein paar Tropfen deines Cannabis-Öls oder deiner Tinktur

Bereite einfach eine Tasse deines Lieblingstees ganz normal zu. Lass ihn einen Moment abkühlen, damit er nicht mehr kochend heiß ist – das schont die wertvollen Inhaltsstoffe des Öls. Anschließend gibst du deine gewünschte Dosis Öl oder Tinktur direkt in den Tee, rührst einmal kräftig um, und fertig.

Die meisten kommerziellen CBD- oder THC-Öle enthalten bereits ein Trägeröl wie MCT- oder Hanfsamenöl. Das bedeutet, das nötige Fett ist schon an Bord und sorgt dafür, dass dein Körper die Cannabinoide gut aufnehmen kann. Wenn du tiefer in die Herstellung solcher Öle eintauchen willst, erklärt unser Guide zur Decarboxylierung direkt in Öl den Prozess im Detail.

Diese Methode ist nicht nur blitzschnell, sondern auch extrem diskret. Niemand wird den typischen Cannabis-Geruch während der Zubereitung bemerken. Perfekt für den entspannten Genuss zwischendurch, ohne viel Aufsehen.

Zubereitungsmethoden im Überblick

Unsicher, welche Methode für dich die richtige ist? Diese Tabelle stellt die beiden Wege direkt gegenüber, damit du schnell die beste Wahl für deine Bedürfnisse triffst.

Merkmal Methode 1: Direkte Infusion (mit Fett) Methode 2: Mit Cannabis-Öl/Tinktur
Aufwand Mittel (Decarboxylierung + Kochen) Sehr gering (Tee kochen + Tropfen rein)
Geschmack Vollmundig, erdig, „cannabistypisch“ Abhängig vom Öl; Geschmack des Tees dominiert
Dosierung Eher Schätzung, erfordert Erfahrung Exakt auf den Tropfen genau möglich
Wirkungseintritt Etwas langsamer, da erst verdaut wird Ähnlich, da ebenfalls oral aufgenommen
Diskretion Kochgeruch während der Zubereitung Absolut geruchlos und unauffällig
Flexibilität Bindet dich an die Küche Perfekt für unterwegs und spontan
Ideal für... Puristen, Experimentierfreudige, Selbermacher Einsteiger, Eilige, Fans präziser Dosierung

Am Ende ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks und des Lifestyles. Die klassische Infusion ist ein schönes Ritual und gibt dir das Gefühl, dein Produkt von Grund auf selbst zu erschaffen. Die Öl-Methode hingegen glänzt durch ihre Effizienz und Präzision im Alltag. Probier am besten beides aus und finde deinen Favoriten

Sichere Dosierung und rechtliche Aspekte

Verantwortungsvoller Genuss fängt immer bei der richtigen Dosierung an. Gerade beim Cannabis-Tee ist das eine ganz andere Hausnummer als beim Rauchen, denn die Wirkung von Edibles – und ja, dazu zählt auch dein Tee – spielt in einer eigenen Liga.

Der wichtigste Leitsatz, den du dir merken solltest: „Starte niedrig und gehe langsam vor.“ Klingt simpel, ist aber Gold wert. Die Wirkung deines Tees setzt erst nach 30 bis 90 Minuten ein und kann dann über Stunden anhalten. Der häufigste Fehler? Ungeduld. Du trinkst, spürst erstmal nichts und legst direkt nach. Ein klassischer Anfängerfehler, der schnell zu einer unangenehmen Erfahrung führen kann.

Finde deine persönliche Wohlfühldosis

Für den allerersten Versuch empfehlen wir eine winzige Menge an decarboxylierten Blüten, etwa 0,1 bis 0,2 Gramm pro Tasse. Diese Mikrodosis wirkt auf den ersten Blick vielleicht lächerlich gering, aber sie ist perfekt, um zu testen, wie dein Körper reagiert, ohne dich gleich zu überfordern.

Beobachte dann in Ruhe, wie sich die Wirkung über die nächsten Stunden entfaltet. Mach dir vielleicht sogar ein paar Notizen. War es zu schwach? Okay, beim nächsten Mal erhöhst du die Dosis minimal auf 0,3 Gramm. War es genau richtig? Perfekt, du hast deinen Sweet Spot gefunden! Dieses langsame Herantasten ist der sicherste und angenehmste Weg.

Geduld ist beim Cannabis-Tee dein wichtigster Verbündeter. Gib deinem Körper mindestens zwei Stunden Zeit, bevor du auch nur daran denkst, eine zweite Tasse zu trinken. Die volle Wirkung kickt oft viel später rein als erwartet.

Eine präzise Digitalwaage ist für diesen Prozess übrigens unverzichtbar. Schätzen nach Augenmaß ist viel zu ungenau und führt zu stark schwankenden Ergebnissen. Wenn du tiefer in die Materie eintauchen willst, wie du den THC-Gehalt und die Wirkung für deine Bedürfnisse anpasst, schau dir unseren umfassenden Guide zum THC-Gehalt für Anfänger an. Dort findest du noch mehr Insights.

Der rechtliche Rahmen in Deutschland

Neben der sicheren Dosierung ist die rechtliche Seite entscheidend für deinen Seelenfrieden. In Deutschland ist der Umgang mit Cannabis klar geregelt. Die Basis für legale, selbstgemachte Produkte wie deinen Tee bildet zertifizierter EU-Nutzhanf.

Die alles entscheidende Regel betrifft den THC-Gehalt. Solange deine Blüten aus legal angebautem Nutzhanf stammen und einen THC-Wert von unter 0,3 % aufweisen, bist du auf der sicheren Seite. Diese Produkte kennst du wahrscheinlich als CBD-Blüten, die für ihren hohen CBD- und extrem niedrigen THC-Anteil bekannt sind.

Achte beim Kauf deiner Blüten immer auf entsprechende Laborzertifikate, die den THC-Gehalt transparent ausweisen. So stellst du sicher, dass dein Tee-Genuss nicht nur entspannt und angenehm, sondern auch vollkommen legal ist.

Häufige Probleme und wie du sie meisterst

Selbst mit der besten Anleitung kann beim ersten Versuch, Cannabis-Tee zuzubereiten, mal was danebengehen. Aber keine Sorge, für die häufigsten Stolpersteine gibt es einfache Lösungen. So wird dein nächstes Tee-Ritual garantiert ein voller Erfolg.

 

Ein Glas Cannabis-Tee mit Ingwer, Zitrone, Orange und einem Label 'PROBLEME LOSEN'.

 

Der Tee schmeckt bitter oder zu intensiv

Ein stark erdiger oder „grasiger“ Geschmack ist meistens das Resultat einer zu langen Ziehzeit oder zu viel Hitze. Wenn die Pflanzenreste zu lange vor sich hin köcheln, lösen sich Stoffe wie Chlorophyll, die für die bittere Note verantwortlich sind.

So rettest du den Geschmack:

  • Ziehzeit verkürzen: Bleib bei 15 bis 20 Minuten. Das ist meist der Sweet Spot zwischen guter Wirkung und angenehmem Aroma.
  • Starke Partner ins Boot holen: Ein kräftiger Schwarztee, Pfefferminze oder Ingwer können den intensiven Cannabisgeschmack elegant überdecken.
  • Säure und Süße als Gegenspieler: Ein Spritzer Zitronensaft und ein Löffel Honig wirken oft Wunder, um bittere Noten auszubalancieren.

Die Wirkung bleibt komplett aus

Du hast alles nach Anleitung gemacht, aber spürst einfach nichts? Das ist frustrierend, liegt aber meist an einem von zwei klassischen Fehlern:

  1. Die Decarboxylierung war unzureichend: Das ist der häufigste Grund. Wenn die Blüten nicht lange oder heiß genug im Ofen waren, bleiben die Cannabinoide in ihrer inaktiven Säureform und können im Körper nicht andocken.
  2. Du hast das Fett vergessen: Cannabinoide sind fettlöslich, nicht wasserlöslich. Ohne einen Träger wie Butter, Kokosöl oder Vollmilch kann dein Körper die Wirkstoffe quasi nicht aufnehmen. Ein reiner Tee auf Wasserbasis bleibt wirkungslos.

Dein Tee ist nur so gut wie seine Grundlagen. Eine sorgfältige Decarboxylierung und die richtige Fettbasis sind keine optionalen Schritte, sondern die absolute Voraussetzung für eine spürbare Wirkung.

Was tun, wenn es doch zu viel war?

Ups, die Dosis war stärker als gedacht? Das Wichtigste zuerst: Keine Panik. Eine Überdosierung mit Cannabis ist körperlich ungefährlich, kann sich aber sehr unangenehm anfühlen. Such dir einen ruhigen, sicheren Ort. Manchmal hilft es schon, sich hinzulegen, entspannte Musik zu hören oder eine bekannte Serie zu schauen.

Ablenkung ist dein bester Freund. Ein Glas Wasser und ein kleiner, zuckerhaltiger Snack können ebenfalls helfen, dich wieder zu erden. Falls du dich sehr unwohl fühlst, sag einem Freund Bescheid, dem du vertraust. Es beruhigt ungemein zu wissen, dass jemand da ist. Und denk dran: Das Gefühl geht vorbei.

In seltenen Fällen kann es auch zu Unverträglichkeiten kommen. Wenn du mehr über die Anzeichen wissen möchtest, schau dir unseren Artikel über die Symptome einer Cannabis-Unverträglichkeit an.

Interessanterweise zeigt eine repräsentative Umfrage von Ende August 2025, dass fast 98 Prozent der Konsumenten Cannabis am liebsten auf ihrem eigenen Grundstück nutzen, obwohl es an vielen öffentlichen Orten erlaubt wäre. Das unterstreicht, wie wichtig ein privates und sicheres Umfeld für ein positives Erlebnis ist – etwas, das du dir bei einer zu hohen Dosis zunutze machen kannst. Entdecke mehr darüber, wie die Teillegalisierung das Konsumverhalten verändert hat.

Fragen aus der Community: Eure Top-Themen rund um Cannabis-Tee

Immer wieder tauchen beim Thema Cannabis-Tee zubereiten dieselben Fragen auf. Kein Problem, dafür sind wir ja da! Hier haben wir die wichtigsten Antworten für euch gesammelt, damit ihr von Anfang an alles richtig macht und euer Tee-Ritual genießen könnt.

Wie lange hält die Wirkung an und wann setzt sie ein?

Anders als beim Rauchen oder Vapen braucht der Körper etwas länger, um die Wirkstoffe aus dem Tee aufzunehmen. Sei also nicht ungeduldig! Meistens spürst du die ersten Effekte nach 30 bis 90 Minuten.

Einmal da, entfaltet sich ein angenehmes, oft sehr körperbetontes Gefühl, das je nach Dosierung, deinem Stoffwechsel und deiner Gewöhnung gut 4 bis 8 Stunden anhalten kann. Genau diese lange, sanfte Wirkdauer ist es, was viele am Tee so lieben.

Kann ich für den Tee auch Stängel und Blätter nehmen?

Klar, absolut! Stängel und Blätter enthalten zwar deutlich weniger Cannabinoide als die Blüten, aber wegwerfen muss man sie deshalb nicht. Sie eignen sich super für einen sehr milden Tee oder wenn du einfach die ganze Pflanze ehren und nutzen möchtest.

Aber Achtung: Auch dieses Pflanzenmaterial muss vorher decarboxyliert werden! Ohne diesen Schritt zur Aktivierung der Wirkstoffe bleibt dein Tee leider nur ein heißes Kräuterwasser ohne den gewünschten Effekt.

Merke dir: Fett ist nicht optional, es ist fundamental. Cannabinoide sind fettlöslich (lipophil). Sie können sich nicht in Wasser lösen. Ohne ein Fett als „Taxi“ bleiben die Wirkstoffe ungebunden und werden vom Körper einfach wieder ausgeschieden.

Muss ich wirklich Fett dazugeben oder reicht auch Wasser?

Diese Frage ist der Knackpunkt, und die Antwort ist ein klares und unmissverständliches Ja: Fett ist ein absolutes Muss. Cannabinoide klammern sich an Fettmoleküle, nicht an Wasser.

Ohne einen Fettträger wie Vollmilch, Sahne, Kokosöl oder Butter hat dein Tee keine Chance, eine Wirkung zu entfalten. Stell dir das Fett als den entscheidenden Transporter vor, der die Cannabinoide für deinen Körper überhaupt erst verfügbar macht. Ein Tee nur mit Wasser wäre also eine reine Verschwendung deiner kostbaren Blüten.

Der Trend geht klar weg vom Schwarzmarkt hin zu sicheren, legalen Quellen. Das verändert auch, wie Menschen Cannabis konsumieren. Eine Erhebung des Instituts für Suchtforschung (ISFF) vom August 2025 bestätigt diesen Wandel. Mehr zu den Entwicklungen auf dem deutschen Cannabismarkt kannst du hier nachlesen.


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Paul M.
Shopify Admin
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