Du fragst dich, warum dein selbstgemachtes Öl nicht so richtig kickt? Meistens liegt die Antwort in einem kleinen, aber alles entscheidenden Schritt, der oft übersehen wird: die Decarboxylierung direkt im Öl. Ohne diesen chemischen Weckruf bleiben die wertvollen Wirkstoffe deiner Blüten quasi im Schlafmodus und für deinen Körper unbrauchbar.
Warum decarboxylierung im öl der schlüssel zur vollen wirkung ist

Vielleicht hast du es auch schon mal probiert: einfach Blüten ins Öl gelegt und gehofft, dass die Magie von alleine passiert. Das Ergebnis ist fast immer enttäuschend. Der Grund dafür ist simple Chemie, die man auch ohne Labor-Kittel versteht.
In rohen Cannabisblüten liegen die bekannten Cannabinoide nämlich gar nicht in ihrer aktiven Form vor. Statt THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) finden wir ihre sauren Vorstufen: THCA und CBDA. Diese Moleküle schleppen eine zusätzliche Carboxylgruppe mit sich herum, die wie ein Türsteher wirkt – sie verhindert, dass die Wirkstoffe an die Rezeptoren in unserem Körper andocken können. Die Party fällt also aus.
Der aktivierungsprozess durch hitze
Die Decarboxylierung ist im Grunde nichts anderes als eine kontrollierte Hitzekur, die diese störende Carboxylgruppe einfach abspaltet. Durch die Wärme wird aus dem inaktiven THCA das psychoaktive THC und aus CBDA das wirksame CBD. Erst nach diesem Schritt können die Cannabinoide ihr volles Potenzial entfalten und mit unserem Körper ins Gespräch kommen.
Dieser Vorgang ist das Fundament für jedes potente Cannabisöl. Es ist der Moment, in dem aus einem einfachen Pflanzenauszug ein wirklich wirksames Produkt wird. Wer diesen Schritt überspringt, wirft das Potenzial seiner Blüten quasi zum Fenster raus.
Klartext: Dein Körper kann mit THCA und CBDA kaum etwas anfangen. Die Decarboxylierung ist also kein optionaler Tuning-Schritt für Nerds, sondern die absolute Grundvoraussetzung, um die gewünschte Wirkung überhaupt zu erzielen.
Die geniale rolle des trägeröls
Warum ist aber die Decarboxylierung direkt in Öl so verdammt effektiv? Ganz einfach: Cannabinoide sind fettlöslich (lipophil), sie lieben Fett. Wenn du den Prozess direkt in einem Trägeröl wie Kokos- oder MCT-Öl durchführst, erledigst du zwei Jobs auf einmal:
- Aktivierung: Die Hitze wandelt THCA/CBDA in THC/CBD um.
- Infusion: Die frisch aktivierten Cannabinoide lösen sich sofort im umgebenden Fett auf und werden darin gebunden.
Die Wahl des richtigen Öls ist dabei entscheidend für die Bioverfügbarkeit – also wie gut dein Körper die Wirkstoffe am Ende aufnehmen kann. Öle mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, wie eben MCT-Öl, sind hier die Champions. Sie sind das perfekte Taxi, das die Cannabinoide genau dorthin bringt, wo sie wirken sollen.
Wenn du tiefer verstehen willst, wie Cannabinoide in deinem Körper überhaupt funktionieren, schau dir unseren Beitrag an, der das Endocannabinoid-System einfach erklärt. Dieses Wissen macht am Ende den Unterschied zwischen einem lahmen Versuch und einem perfekt dosierbaren, wirksamen Öl aus.
Welche methode passt in deine küche?
Es gibt nicht die eine, perfekte Methode für jeden. Ganz im Gegenteil. Deine beste Option hängt davon ab, was du an Ausrüstung zu Hause hast, wie genau du arbeiten willst und – ganz ehrlich – wie sehr es in deiner Wohnung nach Gras riechen darf.
Statt dich jetzt mit Fachjargon vollzulabern, schauen wir uns die drei gängigsten Wege für die Decarboxylierung in Öl mal ganz praktisch an. Wir beleuchten die echten Vor- und Nachteile, damit du die Entscheidung triffst, die wirklich zu dir passt. Egal, ob du maximale Power aus deinem Material holen oder einfach nur unkompliziert starten willst.
Die bewährte backofen-methode
Der Klassiker, den wirklich jeder kennt und umsetzen kann. Der Backofen steht in fast jeder Küche, und das Prinzip ist simpel: Du aktivierst das Pflanzenmaterial erst trocken auf einem Blech und lässt es danach im Öl ziehen. Der riesige Vorteil ist, dass du sofort loslegen kannst.
Die Sache hat aber einen Haken: Die meisten normalen Backöfen sind alles andere als präzise. Temperaturschwankungen von 10 bis 15 °C sind hier keine Seltenheit. Diese Ungenauigkeit kann dazu führen, dass du entweder wertvolle Cannabinoide und Terpene verbrennst oder der Prozess unvollständig bleibt. Und ja, die Geruchsentwicklung ist intensiv. Sehr intensiv.
Profi-Tipp: Besorg dir unbedingt ein separates Ofenthermometer! Leg es direkt neben dein Backblech, um die echte Temperatur zu sehen, nicht das, was der Drehknopf verspricht. Das ist der mit Abstand wichtigste Trick, um mit dieser Methode überhaupt konstante Ergebnisse zu erzielen.
Das präzise sous-vide-verfahren
Für alle, die es genau nehmen und den Geruchsfaktor auf null reduzieren wollen, ist Sous-Vide der Goldstandard. Hier packst du dein Pflanzenmaterial zusammen mit dem Öl in einen vakuumversiegelten Beutel, der dann in einem exakt temperierten Wasserbad schwimmt.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand:
- Maximale Kontrolle: Die Temperatur wird auf das Grad genau gehalten. Ein Verbrennen der Wirkstoffe ist quasi ausgeschlossen.
- Minimale Geruchsentwicklung: Weil alles hermetisch versiegelt ist, riecht man während des gesamten Vorgangs absolut nichts.
- Top Effizienz: Die Wärme verteilt sich perfekt gleichmäßig und sorgt für eine saubere, vollständige Umwandlung der Cannabinoide.
Der einzige Nachteil? Du brauchst das passende Equipment – also einen Sous-Vide-Stick und ein Vakuumiergerät.
Die unkomplizierte direktinfusion im schongarer
Wer es so einfach wie möglich mag, greift zur Direktinfusion im Schongarer (Crock-Pot). Das ist die „Set-it-and-forget-it“-Variante. Du wirfst einfach dein Pflanzenmaterial und das Öl zusammen in den Topf, stellst ihn auf die niedrigste Stufe und lässt ihn für ein paar Stunden seine Arbeit machen.
Die Methode ist genial unkompliziert und braucht kaum Aufmerksamkeit. Die Temperaturen sind in der Regel niedrig genug, um ein Anbrennen zu verhindern, was sie extrem fehlertolerant macht. Allerdings ist die Decarboxylierung in Öl hier oft etwas weniger effizient als bei den anderen Methoden. Die niedrigen Temperaturen brauchen einfach sehr, sehr lange. Es ist die perfekte Wahl für Einsteiger oder wenn du einfach keine Lust auf Aufwand hast und nicht die maximale Potenz anstrebst.
Vergleich der methoden zur decarboxylierung in öl
Ein direkter Vergleich der gängigsten Methoden für Zuhause, bewertet nach Effizienz, Geruchsentwicklung, Präzision und Aufwand.
| Methode | Temperatur | Dauer | Effizienz | Geruchsentwicklung | Profi-Tipp |
|---|---|---|---|---|---|
| Backofen | ~110-120 °C | 30-40 min (trocken) | Mittel | Sehr hoch | Unbedingt separates Ofenthermometer verwenden! |
| Sous-Vide | ~95 °C | 60-120 min | Sehr hoch | Keine | Ideal für maximale Kontrolle und diskrete Herstellung. |
| Schongarer | ~80-90 °C | 4-8 Stunden | Eher niedrig | Gering bis mittel | Perfekt für Einsteiger, die es simpel mögen. |
Jede Methode hat also ihre Daseinsberechtigung. Während Sous-Vide die präzisesten und potentesten Ergebnisse liefert, punkten Backofen und Schongarer mit ihrer Zugänglichkeit. Wähle einfach das, was am besten zu deiner Ausrüstung und deinen Zielen passt.
Die Effizienz dieser Methoden ist in Deutschland besonders relevant, da die Nutzung von Cannabis und dessen Extrakten strengen Regeln unterliegt, wie etwa dem Cannabis-Gesetz von 2017, das medizinische Anwendungen neu regelte. Die Umwandlung von THCA in THC, die bei der Decarboxylierung passiert, unterliegt spezifischen rechtlichen Rahmenbedingungen, weshalb eine kontrollierte und effiziente Methode für Anwender essenziell ist. Wenn du tiefer in die Details zur Decarboxylierung und deren rechtlichen Aspekte einsteigen willst, findest du bei growland.net weitere Infos.
Praxisanleitung für die Decarboxylierung im Backofen
Die Methode mit dem Backofen ist der absolute Klassiker. Jeder hat einen, die Handhabung ist simpel, und wenn man weiß, worauf man achten muss, sind die Ergebnisse top. Wir lassen das unnötige Vorgeplänkel weg und zeigen dir, wie es wirklich geht.
Bist du unsicher, welche Methode für dich die richtige ist? Diese Grafik gibt dir einen schnellen Überblick und hilft bei der Entscheidung.

Wie du siehst, ist der Ofen der einfachste Einstieg. Sous-Vide und der Schongarer punkten dafür bei Themen wie Präzision oder Geruchskontrolle, aber für den Anfang ist der Ofen unschlagbar.
Die Vorbereitung deines Materials
Alles fängt mit der richtigen Vorbereitung an. Die Zerkleinerung ist hier ein Knackpunkt: Du willst die Oberfläche vergrößern, damit die Hitze überall hinkommt, aber du willst definitiv kein feines Pulver.
Ein Grinder ist dein bester Freund. Mahle die Blüten so, dass sie eine grobe, fast krümelige Konsistenz haben. Wenn du es zu fein mahlst, bekommst du später winzige Pflanzenpartikel, die sich kaum aus dem Öl filtern lassen und einen bitteren, grasigen Geschmack hinterlassen.
Verteile das zerkleinerte Material danach in einer dünnen, gleichmäßigen Schicht auf einem Backblech, das du mit Backpapier ausgelegt hast. Schau genau hin, dass keine Haufen entstehen – jeder Krümel sollte die gleiche Menge Hitze abbekommen.
Temperatur und Zeit präzise steuern
Jetzt kommt der kritische Teil, bei dem die meisten Leute scheitern. Die Temperaturanzeige deines Ofens ist bestenfalls ein Schätzwert. Vertrau ihr nicht blind! Die tatsächliche Temperatur kann locker um 10–15 °C abweichen. Das ist der Unterschied zwischen perfekter Aktivierung und verbrannten Cannabinoiden.
Ein externes Ofenthermometer ist keine nette Empfehlung, sondern Pflicht. Leg es direkt neben dein Pflanzenmaterial aufs Blech. Nur so weißt du, was wirklich los ist, und kannst rechtzeitig nachjustieren.
Heize deinen Ofen auf die Zieltemperatur vor. Die optimalen Werte hängen davon ab, welches Cannabinoid du hauptsächlich aktivieren willst:
- Für die THC-Aktivierung: Heize auf 110–120 °C vor. Ein guter Startpunkt sind 30–40 Minuten.
- Für die CBD-Aktivierung: Hier brauchst du etwas mehr Power. Ziele auf 120–130 °C für 40–60 Minuten.
Ungefähr nach der Hälfte der Zeit solltest du das Blech vorsichtig aus dem Ofen nehmen und leicht durchschütteln, um alles neu zu verteilen. Du wirst merken, dass die Blüten eine goldbraune Farbe annehmen und der Geruch intensiv wird – das ist ein gutes Zeichen!
Die schonende Infusion im Wasserbad
Sobald dein Material fertig decarboxyliert ist, geht's an die Infusion. Jetzt müssen die aktivierten Cannabinoide nur noch schonend in dein Trägeröl übergehen. Anstatt das Öl direkt auf der Herdplatte zu erhitzen, wo es schnell zu heiß werden kann, nehmen wir ein Wasserbad.
Gib dafür das aktivierte Pflanzenmaterial und dein Öl (zum Beispiel 100 ml MCT- oder Kokosöl) in ein hitzebeständiges Glas, etwa ein Einmachglas. Stell dieses Glas in einen Topf und fülle ihn zu etwa einem Drittel mit Wasser.
Erhitze das Wasser langsam, bis es ganz leicht köchelt. Halte diese niedrige Temperatur für 1,5 bis 2 Stunden konstant. Durch das sanfte Erhitzen gehen die Cannabinoide super ins Öl über, ohne dass wertvolle Terpene dabei zerstört werden.
Zum Schluss filterst du das warme Öl durch ein feines Sieb oder einen Nussmilchbeutel, um alle Pflanzenreste loszuwerden. Drücke das Material nicht zu stark aus, sonst wird das Öl trüb und schmeckt bitterer.
Die genaue Potenz deines Öls zu bestimmen, ist ein Thema für sich. Unser Guide zur Berechnung der richtigen Gramm-Menge für Cannabutter gibt dir aber eine hervorragende Grundlage, um die Stärke grob einzuschätzen.
Temperatur und Zeit als Schlüssel zur maximalen Effizienz
Das richtige Timing und die perfekte Temperatur sind kein Hexenwerk. Aber sie sind das A und O, wenn du ein wirklich potentes Öl herstellen willst. Stell es dir wie beim Backen vor: Ein paar Grad zu viel oder ein paar Minuten zu wenig können den Unterschied zwischen einem perfekten Kuchen und einem trockenen Klumpen ausmachen. Genau das Gleiche gilt für die Decarboxylierung in Öl.
Eine zu hohe Temperatur ist der schlimmste Feind deines Endprodukts. Sie killt nicht nur die wertvollen Cannabinoide, die du eigentlich aktivieren willst, sondern auch die empfindlichen Terpene. Das sind die aromatischen Verbindungen, die für den charakteristischen Geruch und Geschmack verantwortlich sind und das ganze Erlebnis abrunden. Eine zu kurze Dauer wiederum lässt wertvolles Potenzial einfach ungenutzt liegen.
Der Sweet Spot für THCA und CBDA
Um das Maximum rauszuholen, musst du wissen, welches Cannabinoid du primär im Visier hast. THCA und CBDA reagieren nämlich leicht unterschiedlich auf Hitze. Die Umwandlung ist ein Prozess, kein plötzliches Ereignis. Es gibt einen optimalen Punkt, an dem die meiste Umwandlung stattgefunden hat, bevor der Abbau der aktiven Cannabinoide beginnt.
Hier sind die bewährten Richtwerte, die sich in der Praxis etabliert haben:
- Für eine THC-fokussierte Decarboxylierung: Ein Temperaturbereich von 110 °C bis 120 °C für etwa 30 bis 40 Minuten ist ideal. Hier wird THCA effizient in THC umgewandelt, ohne dass es zu schnell zu CBN (einem weniger psychoaktiven Cannabinoid) abgebaut wird.
- Für eine CBD-fokussierte Decarboxylierung: CBDA braucht etwas mehr Energie für die Umwandlung. Hier hat sich eine Temperatur von 120 °C für etwa 60 Minuten als goldener Standard erwiesen. Dieser Wert bietet einen hervorragenden Kompromiss aus Effizienz und Schonung der Terpene.
Merke: Je höher die Temperatur, desto kürzer die benötigte Zeit. Allerdings steigt mit höheren Temperaturen auch das Risiko, wertvolle Inhaltsstoffe zu verlieren. Langsamer und schonender ist fast immer der bessere Weg.
Solche thermischen Prozesse sind übrigens nicht nur für die Heimküche relevant. In der deutschen chemischen Industrie werden jährlich rund 1,15 Millionen Tonnen pflanzliche Öle und tierische Fette verarbeitet, die als Basis für unzählige Produkte dienen. In diesem Umfeld werden solche Umwandlungen perfektioniert. Wer tiefer einsteigen will, kann mehr über die Bedeutung nachwachsender Rohstoffe lesen, um die industriellen Dimensionen zu verstehen.
Unterschätze niemals die Restfeuchtigkeit
Ein Faktor, der oft übersehen wird, ist die Restfeuchtigkeit deines Pflanzenmaterials. Frische, noch leicht feuchte Blüten brauchen länger, um im Inneren die Zieltemperatur zu erreichen, da das Wasser erst verdampfen muss. Gut getrocknetes und ausgehärtetes Material reagiert dagegen viel direkter auf die Hitze.
Wenn du merkst, dass dein Ausgangsmaterial noch etwas feucht ist, verlängere die Decarboxylierungszeit bei gleicher Temperatur einfach um 10–15 Minuten. Dieser simple Trick stellt sicher, dass der Prozess vollständig abläuft und du kein Potenzial verschenkst.
Für einen noch tieferen Einblick in die verschiedenen Aspekte der Aktivierung, schau dir unseren umfassenden Leitfaden zur Cannabis-Decarboxylierung für Weed im Jahr 2025 an. Dort gehen wir auf weitere Details ein, die dir helfen, deinen Prozess zu perfektionieren.
Dein Öl richtig dosieren und sicher lagern

Glückwunsch, dein Öl ist fertig! Jetzt kommt der entscheidende Teil, der über ein gutes oder schlechtes Erlebnis entscheidet: die richtige Dosierung und die sichere Lagerung deines selbstgemachten Produkts.
Ohne Laboranalyse ist es unmöglich, die exakte Potenz deines Öls zu bestimmen. Aber du kannst eine erstaunlich gute Schätzung vornehmen. Dafür brauchst du eigentlich nur zwei Werte: den ungefähren Cannabinoid-Gehalt deines Ausgangsmaterials und die Menge des verwendeten Öls.
Eine simple Formel zur Potenzschätzung
Machen wir es an einem praktischen Beispiel fest: Du hast 1 Gramm Blüten mit angenommenen 15 % THC in 100 ml Öl infundiert.
-
Schritt 1: Gesamt-THC berechnen
Zuerst ermitteln wir, wie viel THC theoretisch im Spiel ist.
1 Gramm (das sind 1.000 mg) x 0,15 (also 15 %) = 150 mg THC (theoretisch) -
Schritt 2: Effizienzverlust einrechnen
Kein Prozess ist perfekt. Bei der Extraktion zu Hause kannst du locker von einem Verlust von 20–30 % ausgehen. Nehmen wir mal einen realistischen Effizienzwert von 75 % an:
150 mg x 0,75 = 112,5 mg effektives THC in deinem fertigen Öl. -
Schritt 3: Konzentration pro ml bestimmen
Jetzt teilen wir das effektive THC durch die Gesamtmenge des Öls:
112,5 mg THC / 100 ml Öl = 1,125 mg THC pro Milliliter.
Mit dieser einfachen Rechnung weißt du, dass ein Teelöffel (ca. 5 ml) deines Öls ungefähr 5,6 mg THC enthält. Das ist eine solide, gut kontrollierbare Dosis für den Anfang.
Wichtig: Das bleibt eine Schätzung. Der goldene Grundsatz lautet immer: „Start low and go slow.“ Beginne mit einer sehr kleinen Dosis, warte mindestens 90 Minuten auf die volle Wirkung und taste dich langsam an deine ideale Menge heran.
Dein Öl vor dem Verfall schützen
Die richtige Lagerung ist absolut entscheidend, um die Potenz und Frische deines Öls zu erhalten. Die drei größten Feinde deines Produkts sind Licht, Wärme und Sauerstoff.
Fülle dein Öl am besten in eine dunkle Glasflasche um, zum Beispiel eine braune oder blaue Apothekerflasche. Diese blockiert UV-Strahlen, die Cannabinoide mit der Zeit einfach zersetzen.
Der beste Ort für die Aufbewahrung ist der Kühlschrank. Die kühle und dunkle Umgebung bremst die Oxidationsprozesse erheblich aus und kann die Haltbarkeit deines Öls um Monate verlängern. Zusätzliche Tipps, wie du Edibles richtig lagerst, findest du auch in unserem ausführlichen Guide.
Die Decarboxylierung in Öl ist der Schlüssel zur Aktivierung, aber auch in der Industrie wird dieser Prozess unter präzisen Bedingungen durchgeführt, oft in Vakuumöfen bei 100–150 °C. So wird eine maximale Umwandlung von CBDA zu CBD und höchste Reinheit sichergestellt.
Häufige Fragen zur Decarboxylierung in Öl
Hier klären wir die Fragen, die uns in der Praxis immer wieder begegnen. Direkt, auf den Punkt gebracht und ohne Fachchinesisch, damit du von Anfang an die typischen Fehler vermeidest und mit einem guten Gefühl startest.
Kann ich die Blüten direkt im Öl decarboxylieren?
Ja, das geht absolut und wird oft als „Direktinfusionsmethode“ bezeichnet. Meistens nimmt man dafür einen Schongarer oder ein sanftes Wasserbad. Der größte Vorteil liegt klar auf der Hand: Es ist deutlich unkomplizierter und riecht weniger stark als der zweistufige Prozess, bei dem du die Blüten erst im Ofen aktivierst und sie dann im Öl ziehen lässt.
Der Haken an dieser Ein-Topf-Lösung ist allerdings, dass du die Temperatur nicht ganz so präzise steuern kannst. Für Einsteiger, die es einfach halten wollen, ist es aber eine super Methode, um in die Welt der Decarboxylierung in Öl einzutauchen.
Welches Öl eignet sich am besten für die Infusion?
Die Wahl des richtigen Trägeröls ist echt entscheidend für dein Ergebnis. Es gibt hier keine falsche Antwort, aber ein paar klare Favoriten, die sich in der Praxis einfach bewährt haben.
- MCT-Öl: Wird aus Kokosnuss gewonnen und ist der moderne Alleskönner. Es schmeckt neutral, bleibt immer flüssig und seine mittelkettigen Fettsäuren sorgen dafür, dass dein Körper die Cannabinoide besonders gut aufnehmen kann.
- Kokosöl: Ein echter Klassiker, vor allem wegen seines hohen Anteils an gesättigten Fetten, die Cannabinoide hervorragend binden. Der leicht süßliche Geschmack passt natürlich super zu Backwaren und Süßem.
- Olivenöl: Eine gute Wahl für herzhafte Gerichte. Es bringt aber einen kräftigen Eigengeschmack mit, der nicht zu allem passt – das muss man mögen.
Am Ende hängt die Wahl von deinem Geschmack und dem geplanten Einsatzzweck ab. Wenn du maximale Flexibilität und eine schnelle Wirkung willst, ist MCT-Öl meist die beste Wahl.
Ganz einfach gesagt: Wenn du ein neutrales, vielseitiges Öl für Tropfen oder verschiedenste Rezepte suchst, ist MCT-Öl dein bester Freund. Wenn du hauptsächlich backen willst, liegst du mit Kokosöl goldrichtig.
Was passiert, wenn die Temperatur zu hoch ist?
Das ist einer der häufigsten und gleichzeitig fatalsten Fehler. Zu hohe Temperaturen, also alles über 150 °C, sind der absolute Killer für dein Öl. Sie zerstören nicht nur die wertvollen Cannabinoide wie THC und CBD, was die Potenz deines Öls drastisch senkt, sondern vernichten auch die empfindlichen Terpene.
Das Ergebnis ist ein Öl, das nicht nur schwächer wirkt, sondern auch sein ganzes Aroma und den Geschmack verliert. Halte dich also penibel an die empfohlenen Temperaturen, um das Beste aus deinem Material herauszuholen.
Muss ich das Material nach der Infusion abseihen?
Unbedingt! Das Pflanzenmaterial abzufiltern, ist ein entscheidender Schritt für die Qualität deines fertigen Produkts. Indem du das Öl durch ein feines Sieb, ein Käsetuch oder einen Nussmilchbeutel gießt, entfernst du alle festen Bestandteile.
Das sorgt nicht nur für ein klares und optisch schönes Öl, sondern macht es auch geschmacklich viel besser, da keine bitteren Pflanzenreste zurückbleiben. Das ausgefilterte Material hat seine Wirkstoffe bereits an das Öl abgegeben und kann danach einfach weg. Um die richtige Menge für den Start zu finden, wirf einen Blick in unseren persönlichen Guide zur Dosierung von Edibles, der dir hilft, die perfekte Dosis zu ermitteln.
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